Frühzeitiges Saisonende

Das erste Septemberwochenende ist jedes Jahr der 11.11. der Triathlonnarren in Köln.

Von Freitag bis Sonntag veranstaltet „Will Power Races“ ein Triathlonwochenende, bei dem Distanzen vom Sprint bis hin zur Langdistanz ausgetragen werden.

Köln hatte ich bislang in guter Erinnerung, da ich dort vor einem Jahr meine erste Langdistanz finishte und dabei sogar den dritten Gesamtplatz erreichte.

Aufgrund meines bevorstehenden letzten Saisonhighlights, der Deutschen Polizeimeisterschaft in Hamburg, entschied ich mich, eine Generalprobe über die olympische Distanz zu absolvieren und auf einen Start bei den Deutschen Sprintmeisterschaften der Altersklassen zu verzichten.

Angereist wurde am Freitag, bevor am Samstag um 13:10 Uhr der Startschuss ertönte.

Trotz des ungewohnten Wasserstarts kam ich beim Schwimmen gut weg und konnte nach knapp über 22 Minuten für die 1,5 km die Regattabahn verlassen. Nicht meine beste Schwimmzeit, in Anbetracht meines Trainingsaufwands aber trotzdem ok.

Neo raus, Radschuhe an und los ging die wilde Fahrt auf meiner Zeitfahrmaschine. Wie immer galt es, auf dem Rad Plätze und Zeit gut zu machen. Leider bog ich in Radrunde 1 von 3 falsch ab, sodass meine erste Radrunde etwa 500m kürzer als angedacht war. Nach einem kurzen Gespräch mit dem Kapfrichter auf dem Motorrad, welchem ich meinen Fehler während der Fahrt erklärte, gestattete mir dieser, die fehlende Strecke in Radrunde 2 nachzufahren, ohne aus dem Wettkampf disqualifiziert zu werden.

Diese Chance nutzte ich und gab weiter Vollgas, sodass ich mit knapp über 1,5 Minuten Abstand in die Laufschuhe wechseln konnte.

Da mein Lauftraining seit Frankfurt komplett ausfiel, wusste ich, dass der Vorsprung bei einem starken Läufer im Nacken eventuell knapp werden könnte.

Schlussendlich war es dann auch so und ich wurde bei dem abschließenden 10km Lauf, welcher 500m länger als ausgeschrieben war, auf den letzten 200m vom bis dahin Zweitplatzierten überholt. An Mitgehen war leider nicht mehr zu denken und so kam ich fünf Sekunden hinter dem Sieger als Zweiter ins Ziel.

Natürlich war ich im Ziel etwas enttäuscht, den Sieg auf den letzten Metern aus der Hand gegeben zu haben, aber schlussendlich bin ich trotzdem sehr zufrieden mit meiner Leistung und glücklich darüber, auf dem Rad nicht disqualifiziert worden zu sein.

Abends ging es dann mit den mitgereisten und ebenfalls am Start gewesenen Riegeler Triathleten in die Stadt, um die Ergebnisse etwas zu feiern und die Stadt Köln näher kennen zu lernen.

Leider endete dieser Abend nicht so schön, da wir vor einer Bar von Kölner Fußballfans grundlos angegriffen wurden. Zum Glück war die Polizei schnell vor Ort und konnte einen der vielen Angreifer festnehmen.

Aufgrund der durch den Vorfall erlittenen Verletzungen ist meine Saison jetzt allerdings gelaufen und an einen Start bei meinem zweiten Saisonshighlight Hamburg nicht zu denken.

Wer mich kennt weiß, wie enttäuscht ich bin, wegen eines grundlos prügelnden „Fußballfans“ nicht starten zu können.

Nun heißt es schnell wieder fit werden, Saisonpause zur Erholung nutzen, um 2018 wieder angreifen zu können.

Meinen Polizeikollegen drücke ich nächstes Wochenende kräftig die Daumen und hoffe, dass ich 2019 dann hoffentlich endlich auch mal in den Genuss der Deutschen Polizeimeisterschaften komme.

Bis dahin

Train hard, fight easy!

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