A,B,C oder doch 1,2,3?

„Du wirst nicht besser, wenn du daheim bleibst. Wenn du schnell werden willst, musst du dahin gehen, wo die schnellen Kerle fahren.”

Getreu dem Motto von Ex-Profiradsportler Steve Larsen habe ich mich, wie ihr bereits wisst, seit dieser Saison dem Radsportverein in Wyhl angeschlossen, um im Rahmen meiner Vorbereitung einige Radrennen mit den „harten Jungs“ zu fahren.

Der erhoffte Effekt: #Überdruck und einen granatenmäßigen Bumps in den Schenkelchen.

Momentaner Stand: #dagehtnochwas

Naja, fangen wir mal von vorne an:

Zusammen mit RSV Wyhl-Kollege Matze ging es vor zwei Wochen zu meinem ersten Rennen nach Wittenheim (Frankreich), um dort die Franzosen zu ärgern und die Oberschenkel zum Brennen zu bringen.

Vor dem Rennen war ich sehr nervös, was mich nicht unbedingt wunderte, hatte ich mir doch in den letzten Wochen stundenlang schmerzhafte Horrorgeschichten von Stürzen anhören müssen.

Trotzdem versuchte ich, cool zu bleiben, zumal Matze immer wieder betonte, dass es heute ein schönes Einsteigerrennen für mich werden würde. Die Anweisung war daher sehr einfach und klar: „Einfach fahren!“

Vor Ort dann die Todesnachricht für Beine und Kopf:

Aus dem angekündigten flachen C-Rennen über 100km wurde kurzerhand ein ABC-Rennen über 125km.

Manch einer mag jetzt denken, dass 25km hin oder her für einen Ironmanstarter doch kein Problem darstellen dürften. Ja, das stimmt.. in diesem Fall waren eher die Buchstaben A und B mein Problem.

Im Radsport gibt es nämlich drei Leistungsklassen. Als „Frischling“ beginnt man in Kategorie C (in Frankreich Kategorie 3), der niedrigsten Klasse. Im Fall eines Aufstiegs kommt man dann in Klasse B, die nächsthöhere Klasse. Die Klasse A ist dann die höchste Klasse. Hier fahren Bundesligateams oder auch mal Perspektivfahrer von Profiteams mit.

Ja, um es kurz zu machen, das Tempo war auf jeden Fall A-Fahrer-würdig und nicht langsam und gemütlich, sondern schlichtweg verdammt schnell und brutal.

Ich staunte nicht schlecht, als ich nach der ersten von acht Runden bereits einen Schnitt von über 45 km/h auf meinem Tacho hatte. Schnell war mir klar, dass dieses Tempo und vor allem die knackigen Antritte nach Kurven für mich aktuell einen Ticken zu sportlich sind.

Aus diesem Grund  musste ich bereits nach einer Runde abreißen lassen.

Schließlich beendete ich mein erstes Radrennen sturzfrei und fuhr in einer Gruppe von etwa zehn Mann Runde für Runde im belgischen Kreisel.

Zum Schluss konnte ich mich über 125 km in einem Schnitt von knapp unter 40 km/h und Rückenschmerzen vom aller feinsten freuen.

Um etwas sportlicher zu sitzen, hatte ich vor dem Rennen nämlich noch einen 20mm längeren Vorbau an meinem Rennesel verbaut. Diese 20mm gefielen meinem unteren Rücken jedoch gar nicht, sodass ich nach dem Rennen kaum noch aufrecht gehen, geschweige denn mich bücken konnte.

Ein besonderer Dank geht deshalb an Matze, der mir nach dem Rennen meine Radschuhe öffnete und mir meine Kleidung reichte.

Danke Matze, ohne dich hätte ich die Schuhe wahrscheinlich immer noch an.

Etwas entspannter ging es eine Woche zuvor beim alljährlichen Triathletenschwimmen des Tri-Teams Freiburg im Freiburger Westbad zu.

Ein Team, vier Mann und für jeden 1000m im kühlen Nass.

Zusammen mit meinen Teamkollegen des TV Riegel konnte ich mich über einen guten vierten Platz im Team und eine gute Schwimmzeit in der Einzelwertung freuen. Mit einem Abstand von nicht einmal 20 Sek. auf Platz 2 bin ich momentan sehr zufrieden. Platz 1 bleibt hierbei unerwähnt. Man munkelt, es handele sich beim Sieger nicht um einen Menschen, sondern um den Bruder von Arielle die Meerjungfrau…

Mein zweites Radrennen bestritt ich vergangenen Sonntag in Wintershouse, ebenfalls Frankreich. Hierzu in ein paar Tagen mehr.

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